Bei der Bahn: Grün gewaschenes Carsharing

Tobias Daur am 21. Februar 2011

Neulich im Zug nach Frankfurt: Die Bahn wirbt mit ihren neuen Elektroautos am Zielbahnhof. Laut flinkster.de, der Bahn-Website stehen Köln und Stuttgart zur Auswahl, auf der DB-Carsharing-Site sind Frankfurt, Berlin und Saarbrücken angekündigt. Betont wird CO2-Freiheit und Umweltfreundlichkeit der Elektro-Mobilität.

Pustekuchen. Denn zum Thema Ökostrom steht da kein Wort.

Und ohne Ökostrom sind Elektromotoren bezogen auf den Klimaschutz nicht besser als konventionelle Antriebe. Aber hier: für Saarbrücken findet sich dann doch ein News-Eintrag, der für eine Ladesäule am Bahnhof Strom aus regnerativen Energien reklamiert. Leider ohne einen Hinweis, um welchen Stromanbieter und um welche Art von Ökostrom es sich handelt.

25% Atomstrom

Hauptverbraucher sind bei der Bahn, dem bundesweit größten Anbieter von Elektromobilität, ohnehin nicht die Elektroautos sondern die Züge. Die auf Ökostrom umzustellen, das wäre eine ökologische Großtat.

Doch davon ist die Bahn noch weit entfernt: Offenbar stammt der Strom der Bahn zu 25,2  aus Prozent Atomstrom,  zu 45,2  Prozent aus Kohlestrom, und zu 18,5 Prozent aus Erneuerbaren Energien. Sagt jedenfalls Greenpeace, die im aktuellen Newsletter die Bahn zum Umstieg auf sauberen Strom auffordern. Hier geht’s zur Mitmachaktion.

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