.Berlin .Koeln .Ruhr .Wien .Hamburg – Fluch und Segen regionaler Domains

Tobias Daur am 5. Mai 2014

Wir in Münster haben das ja schon ganz lange. Dank Montserrat, einer putzigen Karibik-Insel mit  5.000 Einwohnern, eigener Telefonvorwahl und eben eigener Top-Level-Domain .ms können wir Websites mit lokaler Adresse anbieten. Das Autokennzeichen MS macht’s möglich.

Jetzt kommen auch andere Städte und Regionen in den Genuss einer eigenen Domain-Endung: .berlin ging gerade unter medialer Beachtung an den Start.  .ruhr gibt es seit April,  .hamburg soll ab Herbst registrierbar sein, .koeln angeblich Mitte des Jahres. Ab Juni gibt es dann auch was für die Österreicher: .wien.

Wer die regionalen Domains registrieren darf, das behandeln die Betreiber unterschiedlich. Für .ruhr gibt es  keine Beschränkungen. Die Berliner hingegen schränken die Berechtigung ein auf Menschen und Organisationen mit einer Verbindung zu Berlin. Was auch immer das bedeuten mag. Ein Kontakt mit Berliner Anschrift oder auch eine Geburtsurkunde oder die Einschreibung an einer Schule scheinen auszureichen – wie und ob das dann wirklich geprüft wird, bleibt offen.

Regionale Domains – wer braucht denn so was?

Wenn wir .ms-Domains für eine regionale Site vorschlagen, kommt oft der Vorbehalt, dass das möglicherweise als Adresse für eine Website unverständlich sei und komisch ankäme. Meine Erfahrung ist da anders: Die ungewöhnliche Endung ist ein Stolperstein, auf den man angesprochen wird, der Aufmerksamkeit und dann eine positive Reaktion erzeugt. Anders als bei Domains wie .museum, die kaum im Netz verwendet werden, findet sich die eine oder andere .ms-Domain im münsteraner Mikrokosmos wieder.

 .bio, .eco, .bike & .photos – Neue Domains für besondere Themen

Neben den regionalen Domains gibt es jede Menge neue Endungen. Der Großteil davon dürfte zumindest für die BetreiberInnen deutschsprachiger Websites nicht zu gebrauchen sein.

Für die Nachhaltigkeitsszene interessant werden die Endungen .bio und .eco sein. Wann es sie wirklich geben wird, steht aber noch nicht fest.

Nicht nur für grüne Unternehmer interessant werden die allgemein gehaltenen Domains .shop und .store werden.
Spezifischere unternehmerisch nutzbare Domains wie .bike, .boutique und .photo(s) lassen sich schon jetzt buchen.

Die Stärke einer größeren Differenzierung der Domainendungen ist zugleich ihre Schwäche: Bislang sind Domains mit Endungen wie .de und .com, vielleicht noch .org und .net gut als solche erkennbar. Wenn nun tatsächlich unterschiedlichste Begriffe hinter den letzten Punkt einer Domain gehängt werden, wird das Nutzer irritieren: Ist das wirklich ein Link zu einer Website oder nur ein interessant geschriebener Firmenname? Hier gilt: ausprobieren.

Mein persönlicher Favorit? .guru.

Wenn mir nur ein Projekt einfallen würde, für das ich so eine Domain bräuchte.

Werbung in eigener Sache: Die neuen Domain-Endungen gibt’s natürlich auch bei uns, frisch zubereitet, mit und ohne Hosting-Paket. Einfach anrufen oder mailen:

Tobias Daur (02 51) 70 36 69-52
daur@lands-concepts.com

 

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